Gebäude richtig in Szene setzen

Die Architekturfotografie ist eine besondere fotografische Herausforderung, doch ist sie auch sehr interessant. Sie ist nicht in fünf Minuten erledigt, wenn es darum geht, Gebäude als Referenzobjekte perfekt in Szene zu setzen. Eine gute Fotoausrüstung ist erforderlich, außerdem kommt es darauf an, die richtige Perspektive zu finden. Auch die Wahl des Zeitpunktes der Fotografie kann eine Rolle spielen, viele Gebäude wirken in der Dämmerung und bei speziellen Lichtverhältnissen besonders interessant, Details kommen auf interessante Weise zur Geltung.

Die richtige Ausrüstung
Damit die Architekturfotografie ihre Wirkung nicht verfehlt, reicht es längst nicht aus, nur ein Smartphone mit einer hochauflösenden Kamera oder eine einfache Digitalkamera zu verwenden. Sehr gut geeignet ist die digitale Spiegelreflexkamera, da das Ergebnis auf dem Display sofort sichtbar ist und eine solche Kamera viele Einstellungsmöglichkeiten bietet. Weiterhin werden verschiedene Objektive benötigt; ein Stativ ist für gute Fotos unverzichtbar.

Ein Motiv aus verschiedenen Brennweiten betrachten
Bei der Architekturfotografie sollte sich der Fotograf Zeit nehmen, um zu experimentieren. Nicht immer müssen die Gebäude gerade und aus einem Standpunkt des Fotografen zur Mitte des Gebäudes aufgenommen werden, da Details so oft nicht genügend erfasst werden. Um besondere Details in Szene zu setzen, ist es wichtig, auf gute Lichteffekte zu achten und die richtige Perspektive zu finden. Die Kamera kann schräg gehalten werden, ebenso kann von oben, unten oder aus der Hocke heraus fotografiert werden. Ein Gebäude kann, abhängig von der Art der Aufnahme, statisch oder dynamisch wirken, dabei kann mit verschiedenen Brennweiten und Zoomstufen gespielt werden. Für Fotos in der Dämmerung und für die Nutzung von Kunstlicht kommt es auf lange Belichtungszeiten an.

Viele Tricks in der Architekturfotografie
Um besondere Details hervorzuheben, sollte mit Farben, Schatten und Formen experimentiert werden; auch Spiegelungen lassen ein Gebäude besonders interessant erscheinen. Um dem Betrachter einen Eindruck von der Größe eines Gebäudes oder Objektes zu vermitteln, können Personen in ein Foto integriert werden. Vor verschiedenen Gebäuden kommt es häufig zu Personenansammlungen, die, um das Objekt in Szene zu setzen, nicht immer erwünscht sind, doch auch hier kann getrickst werden. Die Menschenmenge lässt sich atmosphärisch einbinden, indem ein Stativ und ein ND-Filter benutzt werden; die Belichtungszeit verlängert sich dadurch. Gebäude können sowohl einzeln als auch im Komplex fotografiert werden; im Komplex ist sichtbar, wie sich das Gebäude in das Stadtbild integriert. Um einen Ausschnitt aus dem Stadtbild darzustellen, eignet sich die Panorama-Fotografie. Die neuartigen digitalen Spiegelreflexkameras, aber auch Fotobearbeitungssoftware bieten viele Möglichkeiten, die Fotos zu verändern. Kleine Mängel, die bei der Aufnahme unvermeidlich waren, lassen sich damit ausbügeln, Effekte können in die Fotos eingebracht werden.

Darstellung von Immobilien
Die Immobilienfotografie ist ein Teil der Architekturfotografie, doch im Gegensatz zur Städtefotografie kommt es auf eine gute Raumwirkung an. Mit der entsprechenden Möblierung, die zum Typ der Immobilie passen sollte, kann ein Eindruck von den Räumlichkeiten vermittelt werden, denn es ist für den Betrachter schwer, sich einen leeren Raum möbliert vorzustellen. Für die Immobilienfotografie sollte ein Weitwinkelobjektiv verwendet werden, wackelfreie Bilder entstehen mit Stativ und Selbstauslöser.

So gelingen die Fotos
Damit die Architekturfotografie gut gelingt, kommt es auf die richtige Vorbereitung an. Lichtverhältnisse sollten ausgenutzt werden; die Wahl der geeigneten Perspektive ist wichtig, um Details zur Geltung zu bringen. Die richtige Ausrüstung hat entscheidende Auswirkungen auf das Ergebnis. Viele Tipps zur Architekturfotografie bietet das E-Book „Architekturfotografie“ von Jens Schumann.

Dies ist ein Gastbeitrag von Marie Bachmayr / www.neoavantgarde.de
Foto: Jens Schumann
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