Hitech Pro ND 10 Stop – erster Eindruck

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Etwas länger als drei Wochen habe ich nun auf die Lieferung meines Big Stoppers gewartet. Gar nicht mal so lange, wenn ich dies mit einigen anderen Vergleiche, die bereits 5 Monate auf das Lee Pendant warten. Aber fangen wir doch mal von vorne an, ganz von vorne.

In meinem letzten Urlaub in Skandinavien konnte ich freundlicherweise einen B&W ND 3,0 testen, also einen Filter mit 10 Blendenstufen, die Belichtungszeit verlängert sich also um den Faktor 1000. Der Filter Nein, das Ergebnis des Filters hat mich absolut überzeugt und das „Haben-Gefühl“ wurde immer größer. Was mich bei Schraubfiltern jedoch immer wieder ärgert ist die Tatsache, dass man diese nur für bestimmte Objektive mit bestimmtem Filterdurchmesser benutzen kann. Ich habe zwar jeweils zwei Objektive mit gleichem Filterdurchmesser, aber ihr wisst ja, man braucht dann gerade das Objektiv für das man keinen Filter besitzt. Die Entscheidung ist also schnell zugunsten eines rechteckigen Filters gefallen.

Auf den sehr hochwertigen Lee Big Stopper wollte ich nicht warten, ich will den Filter schließlich so schnell wie möglich und nicht erst in 7 oder 8 Monaten. Der Hitech Big Stopper der Firma Formatt die in England ansässig ist, konnte mir all diese „Wünsche“ erfüllen. Da ich sowieso bereits einige Hitech Filter benutzte, wusste ich auch auf was ich mich da einlasse.

Bestellung bis zur Lieferung:
Die Bestellung erfolgte direkt über die Webseite www.formatt.co.uk in England, die Bezahlung erfolgte problemlos mit Kreditkarte. Gerne hätte ich den Big Stopper auch in einem anderen (deutschen) Shop gekauft, aber da ich noch ein Zubehörteil wollte, was leider nur über den englischen Shop lieferbar war, musste ich daher zwangsläufig in England bestellen. Nach der Bestellung kam die erwartete Bestellbestätigung und nun ging das warten los. Auf der Webseite ist notiert, dass die Lieferung im Schnitt 1-2 Wochen dauert, im Ernstfall jedoch bis zu 28 Tage dauern kann. Da ich keinerlei Informationen darüber fand, ob die Gegenstände lieferbar sind, beschloss ich nach 2,5 Wochen eine eMail zu verfassen, über den Stand der Dinge. Bis heute habe ich leider keine Antwort erhalten, was ich sehr schade finde.

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Eine Woche später jedoch, lag im Briefkasten ein gepolsterter Umschlag, den ich zunächst gar nicht zuordnen konnte. Es war kein Absender zu finden und meine Adresse wurde auch nur per Hand notiert. Das Germany und der winzige Stempel gaben nun Aufschluss darüber, dass es sich um die Filter handeln könnte. Warum schreibe ich das ganze? Nun, bei so einer Firma hatte ich etwas anderes erwartet, stattdessen sah es so aus als ob, mir eine Privatperson das Päckchen geschickt hat. Die innenliegende Rechnung sah auch nicht besser aus, da müsste mal dringend der Toner gewechselt werden, soviel jedenfalls dazu.

Der erste Eindruck:
Der erste Eindruck ist bekanntlich immer der, der zählt und beim Auspacken dachte ich schon, oh weia, was erwartet mich denn jetzt, aber dem war letztendlich nicht so. Der Big Stopper liegt in einem passenden Lederetui was bestimmt nicht echtes Leder ist, sondern wohl ein Imitat, was ich sehr positiv finde. Der Filter wird dadurch gut geschützt und man kann ihn schnell herausholen und wieder einpacken. Meinen anderen Hitech Filter, den ich in einer Plastikschutzhülle aufbewahre, kann ich nicht so rasant ein- und auspacken. Im Etui befindet sich noch ein kleines Exposure Guide, um einen kleinen Überblick über die Belichtungszeiten mit und ohne Big Stopper zu haben. Ich finde es ganz nett und es erspart einem ein wenig Arbeit so eine Liste selbst zu erstellen.

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Der Filter:
Der Big Stopper kann in zwei Größen erworben werden, 85mm sowie 100mm. Die 85mm Version entspricht etwa den Cokin P Filtern und die 100mm Variante dem Cokin Z System – Ich empfehle ganz klar die 100mm Version – Nahe des äußeren Randes befindet sich eine Schaumstoff Dichtung, die dem Schutz vor Streulicht dient, wie robust diese ist, wird sich erst im praktischen Teil zeigen. Diese Schaumstoffdichtung ist 1,5mm bzw. 3mm dick. Es kommt nun auf euren Halter an, besitzt ihr den LEE oder Cokin Z Halter, so müßt ihr zur 1,5mm dicken Dichtung greifen. Besitzer des Hitech Filterhalters, müssen dann zur anderen Variante greifen. Interessant, auf meiner Verpackung steht 1,5mm

Wenn wir schon dabei sind, der Filter ist auch in anderen Stärken verfügbar, nämlich von 6 bis 10 Blendenstufen, falls also 10 Blenden doch etwa too much sind, kann auch zu einer schwächeren Version gegriffen werden. Das ist nämlich äußerst praktisch und sicherlich nicht von Nachteil noch andere Graufilter zu besitzen. Und falls man mal vergessen hat, welchen Filter man gerade in der Hand hält, ganz oben am Filter ist eine Gravur mit der Stärke des Filters.

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Der Filter lässt sich erstaunlich einfach und problemlos in den Halter schieben, nach Einsetzen des Adapterrings, sieht das ganze, zumindest optisch, auch dicht aus. Ehrlich gesagt bezweifle ich, ob das Ganze auch wirklich vor Streulicht geschützt wird, eben weil man den Filter so einfach Einsetzen kann. Womöglich liegt es auch daran, dass ich eine 3mm dicke Dichtung benötige, auf der Verpackung jedoch 1,5mm vermerkt ist. Ob das System nun auch in der Praxis überzeugen kann ist jedoch eine andere Frage. Da es das Wetter derzeit nicht zuläßt, kann ich dementsprechend nur innen meine Testaufnahmen erstellen. Tja, bisher leider auch nur mit ernüchterndem Ergebnis.

Ich möchte aber nicht allzu viel vorweg nehmen und hoffe daher, dass sich das regnerische Wetter in den nächsten Tagen legt, sodass ich dann draußen meine Aufnahmen erstellen kann, denn dafür ist der Filter schließlich konzipiert. Wenn es dann soweit ist, werde ich selbstverständlich einen weiteren Bericht schreiben, der mit Beispiel- und Vergleichsaufnahmen geschmückt sein wird. Bis dahin stöbert doch einfach mal bei flickr in der Big Stopper Gruppe, und seht selbst, was alles mit dem Big Stopper möglich ist.

3 Kommentare
  1. nobsta
    nobsta says:

    Danke für den interessanten Bericht. Habe mir vor kurzem den B&W Schraubfilter zugelegt für 77mm und für die kleineren Objektive günstige Reduzierringe beschafft. Hatte ähnliche Befürchtungen wegen Streulicht bei den rechteckigen Filtern wie du, was sich indirekt bestätigte, als es bereits zu Fehlbelichtungen mit dem Schraubfilter kam, als ich das Sucherokular nicht abdeckte. Bin gespannt auf weitere Erfahrungen von dir.

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  2. Ronny
    Ronny says:

    Hatte auch schon überlegt, den Hitech Big Stopper zu kaufen und eben nicht 6 Monate auf den Filter von Lee. Bis dato noch nicht gemacht. Die Hitech Filter gibts übrigens auch bei isarfoto.com…

    Antworten

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