Island Tag 1 – Ankunft, Polarlichter

Hallo zusammen,

genau diese Worte habe ich gestern auch schon geschrieben, aber dann ging alles schnell. Die Nordlicht Vorhersage, zeigte einen KP Index von 7 und das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit Polarlichter zu sehen wohl enorm hoch ist. Aber dazu später mehr.

Heute Mittag pünktlich um 13.40h ging der Flieger von Frankfurt nach Keflavik. Wenn man bekanntlich in ein Flugzeug steigen will, muss man vorher durch eine Sicherheitskontrolle und diese war in der Tat intensiver als die Kontrolle damals in die USA. Möglicherweise lag es daran, dass ich die einzige an der Kontrolle war und die vielleicht Langeweile hatten, denn das an der Kontrolle war schon nicht mehr normal – Jacke ausziehen, Pullover ausziehen, Schuhe ausziehen und dann eine gründliche Untersuchung der Gegenstände.

Das Flugzeug selbst war dann erstaunlich voll, ich saß in Reihe 13 und die Passagiere wurden nach Ihrer Sitzreihe ins Flugzeug gelassen, mit Nummer 34 wurde angefangen und dann ging es nach vorne. Ich musste also ein paar Minuten länger warten und konnte dann ziemlich zum Schluss einsteigen. Im Flugzeug war es dann auch recht eng, selbst mir war das etwas zu eng. Wenn ich überlege, ich müsste damit 7 Stunden in die USA fliegen, na viel Spaß. Dabei hatte ich noch das Glück, dass vor mir niemand saß, denn wenn noch jemand den Sitz nach hinten gestellt hätte, dann hätte man sich wohl nicht mehr bewegen können, jedenfalls saß der Mann links von mir sehr angespannt und regungslos da.

Der Flug dauerte insgesamt 3:06 Stunden und ging dank des Entertainments mit The Big Bang Theory und Two and a half men auch schnell vorbei. Zwischendurch kamen die Stewardessen und reichten Getränke. Den Service empfang ich als ok, mehr aber auch nicht. Es wurde freundlich gelächelt, aber mehr auch nicht. Man bekam nur einmal ein Getränk angeboten und wenn man ein weiteres wollte, musste man entweder klingeln oder nach hinten ins Flugzeug zur Stewardess gehen. Das kann man sicherlich auch besser organisieren.

In Island angekommen ist mir dann erst mal die wunderbare frische Luft aufgefallen. So ähnlich kenne ich es auch schon von Skandinavien und genau so habe ich es auch erwartet. Es ging dann anschließend zum Auto, einen 4×4 (dazu später mehr) und dann ab in die Hauptstadt ins Appartement. Die Fahrt ins etwa 40 km entfernte Reykjavik verlief ohne größere Sehenswürdigkeiten. An der vegetation merkte man schon, dass man sich schon relativ weit im Norden befindet, aber etwas wirklich spannendes zu sehen gab es nicht. In Reykjavik angekommen, erinnerte mich die Stadt direkt so ein wenig an den Ostblock – die Fassade der Häuser wirkte mit einem undefinierten grau/braun auch nicht sehr einladend, die Fenster waren einglasig und die Rahmen recht spröde. Ich ahnte für das Appartement nicht gutes, aber ich wurde des besseren belehrt, es ist nett und man hat alles da was man will. Wer damit leben kann, dass die Dusche auf vier Rädern steht, die Fliesen im Bad locker sind und das man die Türklinke beim Öffnen der Tür fast abreist,  dem wird es hier sicherlich gefallen. Schließlich gibt es einen großen Kühlschrank, einen Wasserkoche, Kaffeemaschine, Backofen, Herd, Mikrowelle, TV, kostenloses Internet. Es handelt sich im übrigen um ein Welcome Appartement und das Zimmer nennt sich Katla, wie unser Flugzeug nach Island.

Nach der Ankunft im Zimmer ging es dann in den örtlichen Supermarkt, ein paar Straßen weiter. Dort wurde alles für die nächsten Tage gekauft. Ich wollte mir eine Flasche Wasser kaufen, aber als ich dann daheim war, habe ich bemerkt, dass es sich nicht um Wasser handelt, sondern um irgendwas mit Kokos und Orangengeschmack. Da ich das ecklig finde, musste ich mich als mit Leitungswasser begnügen, das in der Tat nach Schwefel (faulen Eiern) riecht.

Da die Lust nicht sehr groß war, noch etwas zu kochen, wurde eine Pizza bestellt, für etwa 10€ bekam man eine riesen große und sehr leckere Pizza. Dann ging alles sehr schnell, die oben beschrieben, stieg der KP Index auf 7 an und es wurden schnell alle Sachen gepackt, naja die waren noch gar nicht ausgepackt und wir sind in Richtung eines Nationalparks(Þingvellir) gefahren. Das Ziel war mehr oder weniger egal, es ging nur darum weit weg aus der Stadt zu kommen. Nachdem man also weit weg genug war, sah man hin und wieder auch Sterne, aber von Polarlichtern keine Spur. Eigentlich wollte ich schon wieder zurück, weil ich recht müde war, aber dann sah ich im Himmel so eine Art Wolke, die jedoch zwei mehr oder weniger gerade Linien hatte. Aber möglicherweise habe ich mir das auch nur eingebildet und ich sah schon Polarlichter wo es gar keine gab. Ok, eine Testaufnahme musste herhalten und in der Tat, die Aufnahme zeigte einen leicht grünen Himmel. Also wurden dann noch mehr Bilder gemacht, da man in der Nacht ohne Lampe wirklich nichts gesehen hat, musste das Auto erst mal als Motiv herhalten. Im Laufe der Zeit wurden die Polarlichter auch immer stärker, aber mit bloßem Auge erkannte man sie noch immer nicht. Für etwa eine Minute hingegen, tanzten die Lichter förmlich und dann sah man die auch endlich mit bloßem Auge, grüne und leicht rote Polarlichter. Es war echt wunderbar und um etwa 2 Uhr nachts ging der Tag dann auch endlich zu Ende und nun schaue ich mir nebenbei die Aufnahmen an und bin erstaunt, dass man diese doch zeigen kann.

island_flug1

…wozu eine DSLR wenn man ein iPhone hat…

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island_flug2

…schönes Entertainment…

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island_8996

…auch das 50 km entfernte Reykjavik sieht man…

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island_8989

…in jeder Richtung Polarlichter…

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blog_island_9002

…und sogar in jeder Intensität…

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