erster Eindruck der Olympus OM-D E-M5 Mark II

Seit einigen Tagen habe ich die Möglichkeit die neue Olympus OM-D E-M5 Mark II* genauer zu testen. Den Testbericht werde ich in zwei Teile unterteilen, den ersten kann man hier bereits nachlesen. Hier werde ich über den ersten Eindruck sprechen, wie das Handling der Kamera ist usw. Der zweite Teil ist ein kleines Praxisbericht und folgt dann in einigen Tagen.

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Zubehör
Die Olympus kommt wahlweise ohne Objektiv oder mit einem Kit Objektiv dem 12-40 F2.8 oder wie in meinem Fall mit einem Olympus 12-50 F3.5-6.3. Die Kamera wird in einer edlen schwarzen Box sicher und gut verpackt. Zum weiteren Lieferumfang gehört jede Menge nettes Zubehör, wie eine Bedienungsanleitung, eine USB-Kabel, ein Tragegurt, ein Videokabel und ein Ladegerät das man an eine herkömmliche Steckdose anschließen kann. Bei meiner Sony war dieses Ladegerät nicht dabei, ein Aufladen ist nur dann möglich, wenn sich der Akku in der Kamera befindet. Das ist hier ein deutliches Plus für die Olympus und ein absolutes No Go kein Ladegerät mitzuliefern.

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Wie ist der erste Eindruck der Olympus OM-D E-M5 Mark II?
Bei meiner Sony dachte ich damals, wow ist die klein und bei der Olympus denke ich das ebenfalls. Die Olympus ist nochmal ein kleines Stück kleiner und leichter als meine Sony. Auch das Kit Objektiv der Olympus ist recht klein und in Kombination mit der Kamera ist das ganze von der Größe her super handlich und leicht. Insgesamt finde ich jedoch, dass die Kamera ein bißchen besser in der Hand liegen könnte. Obwohl ich kleine Hände habe, weiß ich nicht wo der kleine Finger hin soll, eine Winkel-Kameraplatte oder ein Batteriegriff könnte hier evtl. abhilfe schaffen. Apropos Griff: Ich empfinde den Griff der Kamera, sprich der Griff womit man die Kamera hält, etwas zu „schmall“ bzw. „flach“. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man die Kamera dauerhaft so tragen kann. Ein etwas größerer Griff, sodass die Kamera insgesamt besser und sicherer in der Hand liegt ist von Vorteil.

Ansonsten macht das Gehäuse einen wirklich sehr hochwertigen Eindruck. Die Tasten wackeln nicht und sitzen fest, alle Einstellräder lassen sich gut bedienen und rasten perfekt ein. Für eine Kamera dieser Preisklasse ist dies allerdings nicht anders zu erwarten. Obwohl ich eben schrieb, dass die Kamera etwas besser in der Hand liegen könnte ist der Auslöseknopf perfekt platziert. Dieser ist einfach und schnell zu errreichen und wenn der Zeigefinger immer am Knopf ist, weiß man auch wohin man mit dem kleinen Finger hin soll.

Was die Tasten angeht ist mir aufgefallen, dass diese etwas Träge sind. Das heißt, dass ich mehrmals auf eine Taste drücken muss bis die Kamera darauf reagiert. Zum Teil musste ich in der Tat 3-4 mal auf die HDR Taste drücken bis ich diese Funktion auch endlich aktiviert habe. Das Problem liegt hier deutlich an der Kamera, da andere Personen in meinem Umfeld die Kamera getestet haben und ähnliches festgestellt haben.

Von meiner Sony war ich bereits ein Klappdisplay gewohnt und auch ziemlich begeistert davon, aber der Klappdisplay der Olympus toppt dies nochmal. Endlich ist es möglich Selbstportraits zu machen, da man das Display um 180° drehen kann. Der Vorteil dadurch ist auch, dass man das Display schützen kann, wenn man die Kamera nicht gerade in Gebrauch hat. Klar gibt es Display Folien, aber das ist doch ein nettes Feature. Übrigens ist das Display ein Touchdisplay, sodass man ganz easy das Bild auslösen kann, falls der Auslöseknopf gerade nicht erreichbar ist. Eine ganz nette Option, die mich persönlich allerdings noch etwas stört, sodass ich das deaktiviert habe. Aber es gibt sicherlich Situationen bei diesen das sehr hilfreich sein kann.

Das Display gibt ansonsten alle nötigen Informationen wieder, die sich durch die Info Taste zu- und abschalten lassen. Es wird alles nötige dargestellt, in welchem Einstellmodus man sich befindet, wieviele Aufnahmen noch möglich sind, welche ISO eingestellt ist, RAW oder JPG Anzeige und natürlich Blende, Zeit und Belichtungskorrektur. Optional kann man sich entweder das Histrogramm oder die Wasserwaage anzeigen lassen. Den Sucher, der 100% abdeckt, finde ich ebenfalls sehr klar und deutlich. Alle eben aufgezählten Informationen sind hier ebenfalls sehr deutlich dargestellt. Auffällig ist jedoch, dass die Batterieanzeige keine Prozentangaben anzeigt, es wird lediglich eine Batterie mit Balken angezeigt. Was die Laufzeit der Baterie angeht finde ich erstaunlich wie lange der Akku hält. Gefühlt hält dieser eine kleine Ewigkeit, laut Herrstellerangaben ca. 750 Aufnahmen. Im Vergleich zur Sony, wo etwa die hälfte möglich ist, kann diese Angabe durchaus stimmen. Das Aufladen das Akkus verläuft recht zügig und in kürzester Zeit ist der Akku wieder voll aufgeladen.

Die Menuführung ist einfach und recht leicht zu durchschauen. Es gibt fünf große Menueinstellungen, die jeweils in Unterpunkte unterteilt sind. Etwas Gewöhnungsbedürftig ist die Hilfestellung, die die Kamera bietet. Das heißt, bei jedem Punkt den man anwählt erscheint in einer kleinen Box eine Information was man einstellen kann. Wenn ich beispielsweise auf den Punkt Formatieren gehe, erscheint die Info „Löscht oder formatiert alle Bilder von der Speicherkarte“. Ich muss zugeben das mich am Anfang diese Box ziemlich abgelenkt und gestört hat, aber mittlerweile finde ich das total praktisch. Es gibt immer wieder Einstellungen die einem nichts sagen und durch diese kleine Erklärung weiß man auf anhieb Bescheid, was man gerade einstellt und das ohne Handbuch oder google.

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Erstes Fazit
Insgesamt macht die Kamera einen recht ordentlichen und positiven Eindruck, klar gibt es die ein oder anderen Abstriche, aber es gibt nunmal keine perfekte Kamera. Im Bundle mit einem Kit Objektiv ist die Kamera aber definitiv zu empfehlen. Im großen und ganzen sagt mir die Kamera definitiv zu, die Bedienung ist leicht und verständlich, was will man mehr. Was die Bildqualität angeht ect. werde ich im zweiten Teil, dem Praxisbericht etwas näher darstellen.

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Stichpunkte: Olympus, OM-D E-M5 Mark II, Micro Four Third, Testbericht, Eindruck, Erfahrung, Austausch, Bericht, Review, Systemkamera

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  1. […] in meinem ersten Teil bereits angekündigt, folgt nun ein Praxisbericht zur Olympus OM-D E-M5 Mark II Systemkamera*. Im […]

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