Praxisbericht zur Olympus OM-D E-M5 Mark II

Wie in meinem ersten Teil bereits angekündigt, folgt nun ein Praxisbericht zur Olympus OM-D E-M5 Mark II Systemkamera*. Im ersten Teil ging es um den ersten Eindruck, wie die Bedienung und Handhabung der Kamera ist. Der zweite Teil beschäftigt sich speziell mit der Bildqualität. Da in meinem Fall lediglich ein 12-50 3.5 – 6.3 Objektiv mitgeschickt wurde, habe ich mir diverse andere Objektive ausgeliehen um einen guten Vergleich über die Bildqualität zu haben.

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Bevor es nun zu den Beispielbildern geht, noch ein kurzes Vorwort. Leider lassen sich die ORF bzw. RAW Datein derzeit noch nicht von Lightroom oder von Photoshop öffnen. Dementsprechend blieb mir nicht anderes übrig, als das mitgelieferte Programm Olympus Viewer 3 zu installieren, andernfalls hätte ich die Aufnahmen nicht öffnen können. Ich finde es etwas schade ein zusätzliches Programm zu installieren und mich da neu einzufinden.

Insgesamt betrachtet fällt es mir leider relativ schwer eine objektive Meinung zur Bildqualität abzugeben. Ich fotografiere seit Jahren Vollformat und es ist meine erste MFT Kamera, dementsprechend habe ich daher leider gar keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Olympus mit meinen Vollformatkameras zu vergleichen wäre sinnlos, denn im Grunde weiß jeder vor dem Vergleich bereits schon, was das Ergebnis dieses Vergleichs sein wird. Von daher werde ich versuchen nicht all zu kritisch zu sein und vergesse mal die Aufnahmen meiner Canon’s und der Sony.

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HDR Funktion
Bei meinem ersten Ausflug mit der Olympus habe ich direkt die HDR Funktion einige male ausprobiert. Dazu drückt man einfach die HDR Taste und es kann losgehen. Bei HDR’s bin ich immer etwas skeptisch. Ich finde gerade wenn man so etwas automatisch erstellen lässt, ist man oft über das Ziel hinausgeschossen. Oftmals sehen die HDR’s einfach unnatürlich aus, bei der Olympus war ich hingegen sehr überrascht. Die HDR’s wirken sehr dezent und überhaupt nicht unnatürlich. Wenn man sich einen Vergleich anschaut zwischen HDR und nicht-HDR sieht man kaum einen Unterschied. Ich behaupte mal, dass man ein ähnliches Ergebnis erziehlt, wenn man ein wenig mit den Tiefen/Lichtern herumspielt. Ich habe mehere HDRs erstellt und bin immer zu gleichem Ergebnis gekommen.

In der Menu Einstellung gibt es jedoch einen Punkt zu HDRs, wo sich verschiedene Einstellungen auswählen lassen. Bei meinen Einstellungen habe ich vier Aufnahmen zu einem kontrastreichen Bild zusammenrechnen lassen. Darüber hinaus gibt es wahlweise die Option, dass drei, fünf oder sieben Aufnahmen mit einer Blendenabstufung von zwei erstellt werden. Hier wäre es natürlich interessant zu sehen wie sich diese Einstellungen auf das Bild auswirken.  Bevor ich jedoch je nach Situation verschiedene Einstellungen ausprobiere bleibe ich lieber dabei, meine Bilder einzeln zu erstellen und diese kann per Hand zusammenzusetzen. Im übrigen wird nur das fertige HDR als jpg gespeichert, die Einzelaufnahmen werden leider nicht gespeichert. Weiterhin ist es etwas fummlig immer zurück ins Menu zu gehen und die entsprechende HDR Einstellung vorzunehmen. Möglicherweise läßt sich hier jedoch eine Funktionstaste damit belegen.

Nachtaufnahmen
Mein zweiter und dritter Ausflug führten mich nach Frankfurt, wo ich die Olympus gezielt für Nachtaufnahmen verwenden konnte. Bei Nachtaufnahmen schlägt sich die Olympus ebenfalls sehr gut. Was mir bei der Olympus total gut gefällt und ich frage mich, warum das nicht bei anderen Herstellern möglich ist, ist die Belichtungszeit. Bei den meisten ist nach 30 Sekunden Schluss, bzw. gelangt man dann in den Bulb Modus. Bei der Olympus sind hingegen 60 Sekunden möglich, da ich chronischer Weise meinen Fernauslöser nie zur Hand habe, finde ich die 60 Sekunden mal megageil. Ansonsten macht die Kamera für den Hobby Fotografen gute Aufnahmen. Die Bildqualität ist ausreichend und ich denke, dass man damit seine Freude haben wird.  Natürlich darf man vom Kit Objektiv nicht all zu viel erwarten. Aber sofern man ein qualitativ hochwertiges Objektiv zur Verfügung hat, wirkt sich das natürlich positiv auf das gesamte Bild aus, aber das kennen wir ja auch von anderen Kameras.

Stabilisator
Vom Stabilisator bin ich wirklich hin und weg, hier kommt das „Haben will“ Gefühl auf. So wirklich bewußt habe ich den Stabilisator bei meinen Aufnahmen nicht wahrgenommen, da ich in der Testphase viel vom Stativ fotografiert habe. Allerdings habe ich einige male aus einem fahrendem Auto heraus meine Aufnahmen erstellt und war wirklich baff wie ruhig der Sucher ist. Die Bewegung wird wirklich perfekt ausgeglichen. Bei meinen Testaufnahmen hatte ich im übrigen ein 100-300mm mit Stabilisator verwendet. Hier hatte ich das Gefühl, dass die beiden Stabilisatoren gegeneinander arbeiten, hier ist es dringend empfehlenswert, den Stabilisator am Objektiv auszuschalten. Mit dem Kamerainternen Stabilisator sind auch bei 300mm Freihand sehr gute und vor allem verwacklungsfreie Aufnahmen möglich.

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Mein Fazit
Ich denke bevor ich viel zur Bildqualität sage, lasse ich einfach die Bilder sprechen, sodass ihr euch selbst eine Meinung bilden könnt. Insgesamt sollte man beachten das es sich um eine MFT Kamera handelt, man sollte daher nicht all zu kritisch sein. Für einen Sensor der Größe finde ich die Aufnahmen für den alltäglichen Gebrauch jedoch mehr als brauchbar. Will man jedoch Qualitativ hochwertige Aufnahmen, sodass man jedes Detail erkennt, wäre eine Vollformat Kamera angebracht. Für den ambitionierten Hobby Fotografen, sehe ich die Kamera hingegen als eine gute Investition. Von der Größe und Haptik ist die Kamera super, die Objektive sind recht klein, leicht und handlich, sodass die Kamera samt Ausrüstung in jede Tasche paßt.

Alle Original Aufnahmen findet man zum download auf meinem flickr Account

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