Review: Lightroom 5 Beta

Heute Nacht erreichte mich aus Japan die Eilmeldung, dass die Beta Version von Lightroom 5 veröffentlicht wurde. Oh ja, ihr habt richtig gehört, Peter ein guter Freund ist derzeit in Japan und hat mich darauf aufmerksam gemacht. Danke – ich hätte das ansonsten glatt verpasst, denn auf facebook war nichts dergleichen zu lesen und eMails von Adobe, die darauf aufmerksam machen könnten, landen direkt im Papierkorb *schäm*

Also habe ich heute Morgen direkt mal den download link gegoogelt, wer nicht googeln will, der klickt einfach hier. Nach zehn Minuten war der download auch schon vorbei und die Installation konnte beginnen. Eigentlich dachte ich, dass diese beta Version englisch ist, aber beim Öffnen sehe ich alles deutsch. Liegt wohl an der deutschen Lightroom 4 Version, ich habe keine Ahnung.

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Jedenfalls hat die fünfer Version einige sehr interessante Features. Direkt am Anfang ist mit der Radialfilter ins Auge gesprungen. Im Prinzip kennt man den Filter schon, denn der Filter ist nichts anderes als der Verlaufsfilter, nur eben radial. Radial – also kreisrund bedeutet, dass sich beispielsweise leichter und gezielter Vignettierungen erzielen lassen. Irgendwie gefällt mit der Filter, ich denke er ist auch recht gut für gezielte Situationen einsetzbar, um beispielsweise Lichteffekte zu verstärken. Das Bereichsreparatur Werkzeug hat sich ebenfalls geändert. Bisher war es so, dass das Werkzeug nur Kreise darstellen konnte. Jetzt ist es möglich direkt mit der Maus in dem Bild herumzufahren und sich so andere Pinselvorgaben zu erstellen. Naja für mich ist das eher unbedeutend, da ich zum Retuschieren weiterhin Photoshop benutzen werde.

Bei den weiteren Reglern und Schaltern ist alles beim alten geblieben. Eine weitere Änderung gibt es bei den Objektivkorrekturen. Ich erstelle sehr viel Architekturaufnahmen und muss immer mit schiefen Horizonten und stürzenden Linien kämpfen. Ich habe zwar eine sehr zeitaufwendige und elegante Lösung gefunden, aber vielleicht habe ich hier eine bessere Lösung. Man drückt einfach auf den Auto Button und tadaa, das Bild ist gerade ausgerichtet und stürzende Linien sind entfernt. Lightroom analysiert das Bild und die Linien und richtet es entsprechend aus. Bei Bedarf kann man natürlich noch die Profilkorrekturen zuschalten. Das nenne ich mal gelungen, ich bin gespannt ob es sich dauerhaft gegen meine bisherige Lösung durchsetzen kann. Bisher habe ich mühevoll selbst Linien horizontale und vertikale Linien per Hand definiert und dann ausrichten lassen.

Ein weiteres ganz tolles Feature der Beta Version ist die Smart Vorschau. In der Bibliothek werden bei mir alle Bilder dargestellt die ist irgendwann mal importiert habe. Ab und an gehe ich die Bibliothek nach verborgenen Schätzen durch und wenn ich dann ein Schätzchen finde, drücke ich oben im Menu auf Entwickeln und dann die Ernüchterung  „Bild ist Offline“. Wie ich das hasse, oh ja, das glaubt ihr mir gar nicht. Mit der sogenannten Smart Vorschau ist es möglich, solch ein offline Bild dennoch zu bearbeiten. Wenn das Bild dann wieder zur Verfügung steht, kann die Bearbeitung problemlos auf das original angewendet werden. Das finde ich ja mal wirklich genial und es wurde auch endlich mal an der Zeit, dass dieses Problem behoben wird.

Der Vollständigkeit muss ich noch erwähnen, dass es weitere Verbesserungen in der Diashow und der Fotobuch – Erstellung gibt. Da ich diese beiden Punkte bisher noch nie in Lightroom genutzt habe, werde ich hier nicht näher darauf eingehen.

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Die neue Lightroom Version ist in der Tat eine gute Sache. Besonders angetan hat es mir das Aufrichten angetan. Es lässt sich so tatsächlich schnell und problemlos ein Bild ausrichten und stürzende Linien können schnell und sauber entfernt werden. Ob  das ganze tatsächlich Praxistauglich ist und welche Einschränkungen es gibt, muss sich natürlich noch zeigen. Aber bei meinem Beispielbild, das mit 24mm aufgenommen wurde, sehe ich keine Unterschiede zu meiner herkömmlichen Methode.

Ein weiterer Punkt weshalb sich ein Kauf lohnt ist die Smart Vorschau. Oh ich liebe diese Funktion jetzt schon. Ansonsten ladet euch die Beta herunter und macht euch selbst ein Bild. Ich habe es bisher noch nicht bereut und werde zunächst mit dieser Beta weiterarbeiten.

lightroom5_test01

Pinselspitze des Bereichsreparaturwerkzeugs kann frei gewählt werden

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lightroom5_test02

Die Objektivkorrektur „Aufrichten“ macht ihren Dienst

Stichwörter: Review, Hiacynta Jelen, Lightroom 5, beta Version, Erfahrungsbericht, Testbericht, Release, Adobe, Bildbearbeitung, Erfahrungen

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