Workflow: Wie bearbeite ich meine Panoramen?

Hallo zusammen,

von einigen Freunden, Lesern und sonstigen Personen, wurde ich immer wieder gefragt, wie ich meine Panoramen bearbeite. Es stellt sich oft die Frage, stitche ich die Bilder zuerst oder setze die Belichtungsreihen erst zusammen oder oder oder…dementsprechend möchte ich meinen Workflow darstellen und wer weiß, vielleicht wird daraus auch ein Screencast.

Lightroom
Zu Beginn verschaffe ich mir einen Überblick über die entstandenen Panoramen. In der Regel erstelle ich pro Motiv 3-6 Panoramen, das hängt ganz davon ab, wie viel Zeit ich habe. Meistens bin ich bereits einige Minuten vor der perfekten blauen Stunde vor Ort und Stelle alles ein, wähle meine Brennweite usw. In Lightroom bekomme ich den perfekten Überblick und sehe schnell, welches Panorama für die Bearbeitung geeignet ist und welches nicht. Ich erwähnte bereits, dass ich 3-6 Panoramen erstelle. Das erste Panorama der Serie ist meistens viel zu hell und dank meiner Ungeduld entstanden. Meistens ist erst das zweite oder erst dritte brauchbar. Dank Lightroom kann ich das problemlos entscheiden und kann auch direkt sehen, ob die Bilder einwandfrei sind.

Wenn ich mich nun für ein Panorama entschieden habe, erstelle ich zunächst eine Pre-Panorama Version. Dazu verwende ich immer das hellste Bild der Serie (ihr wisst, dass ich DRI’s erstelle) und synchronisiere die Einstellungen. Mit synchronisieren meine ich einfach nur, dass ich den Weißabgleich konstant auf alle Bilder anwende. Anschließend exportiere ich die Aufnahmen in einer geringen Auflösung und als jpg. Ich wähle dabei eine Bildhöhe von 1500 oder 2000 Pixel aus.

PTGui
Nach dem Export in Lightroom, öffne ich mein Stichprogramm PTGui und importiere diese Aufnahmen. Dank der Exifs weiß PTGui genau welche Brennweite und Kamera ich verwendet habe. In diesem Schritt bleibe ich einfach im Simple Modus und bearbeite die drei Punkte Load Images, Align Images und Create Panorama. Da der erste Punkt schon abgehackt ist, drücke ich nun auf Align Images und hoffe, dass etwas Schönes im Panorama Editor erscheint.  Wenn auf den ersten Blick alles in Ordnung ist, beschneide ich das Bild und bin schon bei Punkt drei angelangt, dem Erstellen des Panoramas. Da es sich um ein jpg mit geringer Auflösung handelt, dauert dieser Vorgang nicht sehr lange und ich kann das Ergebnis relativ zügig begutachten. Dank der 1500 Pixel Höhe, kann ich auch kleinere Details schön erkennen und weiß wo noch Fehler sind. Wenn ich soweit zufrieden bin, bearbeite ich das Panorama nun endgültig.

Aber wozu das Ganze mit der Pre-Panorama-Version?
Wer von euch schon mal DRI’s mit der Hand zusammengesetzt hat, weiß, dass dies recht lange dauert. Da es sich bei meinen Panoramen oftmals um 8 oder noch mehr Bilder handelt ist der Vorgang mit den Belichtungsreihen sehr aufwendig und zeitintensiv. Wenn ich nun bei meiner Pre-Panorama-Version sehe, dass ein gravierender Stichfehler vorhanden ist, erspare ich es mir eben die Belichtungsreihen zusammenzusetzen, denn ich weiß auf Anhieb, dass das Panorama nur noch für den Papierkorb zu gebrauchen ist.

Photoshop
Die richtige Bearbeitung beginnt mit Photoshop und endet mit Photoshop. Zunächst bearbeite ich meine Belichtungsserien. Das bedeutet, dass ich jeweils die 4 -6 Aufnahmen meiner Belichtungsserie öffne und diese synchronisiere. Das perfekt belichtete Bild, also das hellste, dient als mein „Referenzbild“.

Bei diesem Bild passe ich meinen Weißabgleich an und wende ich auf alle anderen Bilder an. Entweder merke ich mir die Werte oder ich speichere dies als Vorgabe, sodass man dies einfach anwenden kann. Wie ich meine DRI’s erstelle, ist recht einfach. Es gibt im Netz zahlreiche Anleitungen und vielleicht auch bald hier, sodass ich dieses Vorgang hier nicht erläutern möchte. Sind meine DRI’s nun soweit erstellt, speichere ich diese Aufnahmen als Tiff Datei in 16 Bit ab und wende mich wieder PTGui zu.

PTGui Teil 2
Ich importiere nun wieder meine Aufnahmen und drücke wieder den Button Align Images. Dann setze ich ein paar Kontrollpunkte manuell um auch sicher zu gehen, dass Vertikale Linien auch zu 100% Vertikal sind. Ich beschneide das Panorama so wie ich es haben möchte und erstelle letztendlich mein Panorama. Hier wähle ich ebenfalls Tiff als Dateiformat und wähle ebenfalls 16 Bit.

Photoshop Teil 2
Nun beginnt meiner Meinung nach der spaßige Teil der Bearbeitung. In Photoshop bearbeite ich das Panorama nun endgültig, ich wende die Tonwertkorrektur an, Gradationskurven, Farbton, Sättigung, Farbbalance usw.

Das war nun mein Workflow, wie ihr seht ist es doch ein sehr langer Prozess, der sich aber lohnt, wenn man das fertige Panorama betrachten kann.

Viel Spaß

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  1. […] » Mein Panorama Workflow […]

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